Trinkwasservorrat: So sichern Sie die Versorgung im Haushalt

Stand: 24. September 2026

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Bei der Vorratshaltung sollte es an erster Stelle stehen. Erfahren Sie, mit wie viel Wasser Sie sich bevorraten sollten und worauf es bei Lagerung und Haltbarkeit ankommt.

  • Wasservorrat anlegen: Für die Notfallvorsorge /Vorratshaltung sind mindestens 2 Liter Wasser pro Person und Tag empfehlenswert. Sinnvoll ist ein Vorrat für 10 Tage. 
  • Richtig lagern: Wasser hält sich lange, wenn Sie es ungeöffnet, kühl, dunkel und vor Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahren. 
  • Babynahrung beachten: Für Säuglinge können Sie abgekochtes Leitungswasser oder speziell gekennzeichnetes Wasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden.

Wasser ist für den Menschen überlebenswichtig. Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann der menschliche Körper nur wenige Tage überleben. Extreme Wetterlagen, mehrtätige Stromausfälle oder technische Störungen können die Versorgung mit Trinkwasser vorübergehend einschränken. Mit einem gut geplanten Vorrat im Haushalt können Sie solche Situationen gut überbrücken.

Wieviel Wasser sollten Sie für für den Notfall lagern?

Für eine Bevorratung sind mindestens zwei Liter Wasser pro Person und Tag empfehlenswert. An heißen Tagen oder bei körperlicher Anstrengung kann Ihr Bedarf steigen.

Es lässt sich unterscheiden zwischen:

  • 1,5 Liter Trinkwasser zum Trinken 
  • 0,5 Liter Nutzwasser beispielsweise zum Kochen, Zähneputzen, Waschen oder für andere alltägliche Zwecke

Während im Alltag mindestens eine drei Tage-Versorgung an Wasser sinnvoll ist, empfiehlt die Verbraucherzentrale einen Wasservorrat für zehn Tage einzuplanen.

Warum kann die Wasserversorgung eingeschränkt sein?

Deutschland hat eine zuverlässige Trinkwasserversorgung. Dennoch können außergewöhnliche Ereignisse vorübergehend zu Einschränkungen führen.

Dazu gehören:

  • mehrtägige Stromausfälle
  • Hochwasser oder Starkregen
  • extreme Hitzeperioden
  • technische Störungen der Infrastruktur

Um Trinkwasser zu Ihnen nach Hause zu transportieren, nutzen Wasserversorger elektrisch betriebene Pumpen. Fällt die Stromversorgung länger aus, kann dies Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wasser haben.

Leitungswasser oder Mineralwasser – was eignet sich besser?

Leitungswasser ist in Deutschland meist eine sehr gute Wahl. Die Trinkwasserverordnung schreibt strenge Grenzwerte vor und regelmäßige Kontrollen sorgen für eine hohe Wasserqualität.

Wollen Sie zusätzlich Wasser für den Notfall lagern, können Sie sowohl auf Trinkwasser als auch auf abgefülltes Wasser in unterschiedlichen Varianten aus dem Supermarkt zurückgreifen – je nach Geschmack. 

Auch der Gehalt an unterschiedlichen Mineralstoffen wie zum Beispiel Natrium oder Magnesium kann bei der Auswahl wichtig sein.

Wie lange ist Wasser haltbar?  

Wasser selbst verdirbt nicht. Wichtig ist, dass es hygienisch einwandfrei gewonnen, abgefüllt und gelagert wird. 

Auf vielen Mineralwasserflaschen ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum von ein bis eineinhalb Jahren angegeben. Ungeöffnete und sicher aufbewahrte Flaschen können Sie in der Regel deutliche länger verwenden.

Wie lagere ich Wasser richtig?

Für eine längerfristige Lagerung sind Glasflaschen besonders geeignet. Sie sind vollkommen dicht und bewahren Qualität und Geschmack des Wassers über viele Jahre hinweg unverändert. 

PET-Flaschen sind eher für eine kurz- bis mittelfristige Lagerung geeignet. Sie können Gerüche aus der Umgebung annehmen und sind leicht durchlässig für Gase. Außerdem kann das Wasser seinen Geschmack verändern. PET-Flaschen müssen Sie vor Wärme und UV-Strahlung geschützt aufbewahren.

Für eine langfristige Vorsorge sollten Sie Wasser:

  • kühl lagern
  • vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
  • möglichst ins Dunkle stellen
  • sauber und trocken aufbewahren

Weiterhin wichtig ist, dass die Behälter ungeöffnet bleiben.  

Was ist bei der Zubereitung von Babynahrung zu beachten?

Für gesunde Säuglinge kann Leitungswasser grundsätzlich für die Zubereitung von Nahrung geeignet sein.

Es ist empfehlenswert,

  • das Wasser für die Milchzubereitung abzukochen
  • es anschließend auf etwa 30 bis 40 Grad Celsius abkühlen zu lassen
  • keinen Wasserfilter zu verwenden, da diese mit Keimen belastet sein können

Ist das Leitungswasser vorübergehend verunreinigt, ist stilles Wasser mit dem Zusatz „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ eine Alternative. Achten Sie darauf, dass das Mineralwasser einen niedrigen Natriumgehalt hat. Der Grenzwert für Babys liegt bei 20 ml Natrium pro Liter.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Wasservorrat

Wie viel Wasservorrat sollten Sie für den Notfall zu Hause haben?

Als Richtwert gelten zwei Liter Wasser pro Person und Tag. Für die Notfallvorsorge empfiehlt sich ein Vorrat für zehn Tage.

Ist Leitungswasser für die Notfallvorsorge geeignet?

Ja. Leitungswasser besitzt in Deutschland eine hohe Qualität und eignet sich grundsätzlich als Trinkwasser.

Sollten Sie Wasser für einen Stromausfall bevorraten?

Ja. Bei länger andauernden Stromausfällen können Einschränkungen bei der Wasserversorgung nicht ausgeschlossen werden.

Wie lagern Sie Wasser am besten?

Wasser sollten Sie kühl, dunkel, trocken und möglichst ungeöffnet lagern.

 

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